Coluche

Coluche

Radiomoderator · mit 41 gestorben

Les Restos du Cœur'ün kurucusu, komedyen

Profil

Altermit 41 gestorben
Geburtsdatum28. Oktober 1944
GeburtsortParis, Fransa (14. arrondissement)
Gestorben19. Juni 1986
BerufRadiomoderator, Filmschauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor
SternzeichenSkorpion
Ölüm NedeniMotosiklet kazası
EhepartnerVéronique Colucci
KinderRomain Colucci, Marius Colucci
Senderhttps://www.restosducoeur.org/

Coluche — Biografie

Coluche, mit bürgerlichem Namen Michel Gérard Joseph Colucci (* 28. Oktober 1944 in Paris; † 19. Juni 1986 in Opio), war ein französischer Komiker, Filmschauspieler, Drehbuchautor, Regisseur und Wohltäter. Bekannt wurde er dadurch, dass er seine spöttische Haltung gegenüber der Politik und der etablierten Ordnung auf die Bühne und ins Fernsehen brachte; er gilt als einer der ersten großen Komiker, die Slang und Kraftausdrücke zu einem festen Bestandteil ihres Humors im französischen Fernsehen machten.

Als Sohn eines italienischstämmigen Vaters und einer französischen Mutter kam er im 14. Arrondissement von Paris zur Welt und wuchs in Montrouge auf. Als er mit 26 Jahren in die Unterhaltungsbranche einstieg, wählte er den Künstlernamen "Coluche". Zunächst trat er auf Kabarett- und Varieté-Bühnen auf; die Soloprogramme, die er in den 1970er Jahren gestaltete, wurden auch auf Schallplatte veröffentlicht und verschafften ihm ein breites Publikum. In denselben Jahren machte er sich auch mit Radiosendungen einen Namen.

Zum Film kam er Ende der 1960er Jahre mit kleinen Rollen; in Filmen wie Peau d'Âne (1970), Themroc (1973) und L'an 01 (1973) verkörperte er Nebenfiguren. 1976 brachte ihn L'Aile ou la Cuisse, in dem er zusammen mit Louis de Funès spielte, in zentralere Rollen. Im darauffolgenden Jahr wagte er mit dem gemeinsam mit Marc Monnet gedrehten Film Vous n'aurez pas l'Alsace et la Lorraine auch den Schritt zur Regie und zum Drehbuchschreiben. In den 1980er Jahren stand er bereits ganz oben auf den Plakaten, und sein Erfolg beruhte größtenteils auf Komödien: Inspecteur la Bavure (1980), Le Maître d'école (1981), Deux heures moins le quart avant Jésus-Christ (1982), Banzaï (1983), La Femme de mon pote (1983), Le Bon Roi Dagobert (1984) und Les Rois du gag (1985) sind die herausragenden Arbeiten dieser Zeit.

Obwohl er ein gefragter Star der Kassenschlager-Komödien war, bewies er auch sein dramatisches Schauspieltalent: Für seine Leistung in dem von Claude Berri inszenierten Film Tchao Pantin (1983) gewann er 1984 den César als bester Hauptdarsteller.

Coluche, der mit seinen Äußerungen zu gesellschaftlichen Themen mal als Provokateur, mal als aufwieglerische Figur wahrgenommen wurde, gab 1981 seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl bekannt, zog sich jedoch angesichts massiven Drucks und zahlreicher Drohungen aus dem Rennen zurück. Er lenkte die große Zuneigung des Volkes in Hilfsprojekte und gründete 1985 den Verein Les Restos du Cœur, der Bedürftigen kostenlose Mahlzeiten und Grundbedarfsgüter zur Verfügung stellt; die Organisation ist bis heute aktiv.

Nur wenige Monate nach der Gründung des Vereins kam er am 19. Juni 1986 in der Nähe von Opio ums Leben, als sein Motorrad mit einem Lastwagen kollidierte. Er war mit Véronique Colucci verheiratet und hatte zwei Söhne, Romain und Marius. Obwohl inzwischen Jahrzehnte vergangen sind, gilt er weiterhin als eine der Symbolfiguren der französischen Kultur und nimmt im Herzen des französischen Volkes einen besonderen Platz ein.

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