Ömer Lütfi Akad
Filmregisseur · mit 95 gestorben
Profil
| Alter | mit 95 gestorben |
|---|---|
| Geburtsdatum | 2. September 1916 |
| Geburtsort | Konstantinopolis |
| Gestorben | 19. November 2011 |
| Beruf | Filmregisseur, Drehbuchautor |
| Sternzeichen | Jungfrau |
Ömer Lütfi Akad — Biografie
Ömer Lütfi Akad wurde am 2. September 1916 in Istanbul geboren und verstarb am 19. November 2011 ebenfalls in Istanbul im Alter von 95 Jahren. Akad, der am Galatasaray-Gymnasium und an der Istanbuler Hochschule für Wirtschaft und Handel ein Finanzstudium absolvierte, stieg als Buchhalter in einer Filmgesellschaft ins Kino ein, arbeitete sich im Laufe der Zeit zum Produktionsleiter hoch und gab sein Branchendebüt, indem er den von Regisseur Seyfi Haveri unvollendet hinterlassenen Film "Damga" fertigstellte. Bekannt wurde er 1948 mit seinem ersten eigenen Film "Vurun Kahpeye", einer Adaption des Romans von Halide Edib Adıvar.
Akad, einer der führenden Namen der "Generation der Filmemacher", die das türkische Kino vom Einfluss des Theaters emanzipierte, entwickelte insbesondere mit Kriminalfilmen eine eigenständige Filmsprache und zeichnete in seiner über dreißig Jahre währenden Karriere für nahezu fünfzig Filme und Produktionen verantwortlich; darüber hinaus drehte er Dokumentarfilme und schrieb Drehbücher. Seine in den 1970er-Jahren entstandene Migrations-Trilogie, bestehend aus Gelin, Düğün und Diyet, gilt als sein wirkungsvollstes Werk über die Landflucht in die Stadt. Im späteren Verlauf seiner Karriere wandte er sich vom Kino ab und den Fernsehadaptierungen zu und lehrte viele Jahre an der Mimar Sinan Universität der Schönen Künste.
Akad, der den Beinamen "Großer Kastanienbaum" trug, hinterließ der türkischen Filmgeschichte mit seiner Essay-Autobiografie "Işıkla Karanlık Arasında", in der er sein Kinoabenteuer schilderte, zudem eine bedeutende Quelle. Mit zahlreichen Ehrungen ausgezeichnet – darunter der Goldene Orange als bester Regisseur sowie Ehrenpreise, der Große Kultur- und Kunstpreis des Staatspräsidenten und der Sonderpreis des Ministeriums für Kultur und Tourismus –, wird Akad bis heute als eine der Gründungsfiguren des türkischen Kinos gewürdigt.
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