Once Upon a Time in Anatolia (Bir Zamanlar Anadolu'da)
„Es war einmal in Anatolien“ ist ein Kriminaldrama aus dem Jahr 2011 unter der Regie von Nuri Bilge Ceylan. Die Koproduktion zwischen der Türkei und Bosnien und Herzegowina basiert auf einem Drehbuch von Ceylan, Ercan Kesal und Ebru Ceylan. Im Zentrum der Geschichte steht ein realer Mordfall, den Kesal, ein ehemaliger Arzt, in einer ländlichen Gegend miterlebt.
Der Film begleitet eine Gruppe von Männern, die die ganze Nacht hindurch in der anatolischen Steppe nach der Lage einer vergrabenen Leiche suchen. Die Suche, die durch die vagen Erinnerungen des Mordverdächtigen Kenan verlängert wird, entfaltet sich im Laufe der Nacht, während Gespräche, Geständnisse und flüchtige Begegnungen zwischen Staatsanwalt, Arzt, Polizeikommissar und Gendarmen zu einer geduldigen Reflexion über Verbrechen, Gewissen und die schwer fassbare Natur der Wahrheit werden. Die Hauptrollen spielen Muhammet Uzuner als Dr. Cemal, Yılmaz Erdoğan als Polizeikommissar Naci und Taner Birsel als Staatsanwalt Nusret; zum weiteren Ensemble gehören Ahmet Mümtaz Taylan, Fırat Tanış, Ercan Kesal und Nihan Okutucu.
Die Dreharbeiten, die etwa elf Wochen dauerten, fanden im Stadtteil Keskin von Kırıkkale statt. Der Film gewann den Großen Preis, die zweithöchste Auszeichnung der Filmfestspiele von Cannes 2011, wurde als türkischer Oscar-Kandidat ausgewählt und erhielt breite Anerkennung von der Kritik.
| Regisseur | Nuri Bilge Ceylan |
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