Trockener Sommer (Susuz Yaz)
„Trockener Sommer“ ist ein türkischer Spielfilm aus dem Jahr 1963 unter der Regie von Metin Erksan. Erksan adaptierte das Drehbuch von Necati Cumalıs gleichnamiger Kurzgeschichte. Die Dreharbeiten fanden im Dorf Bademler im Bezirk Urla in İzmir statt, wo die Geschichte spielt, und dauerten neun Monate. Ein großes Filmteam, darunter auch Dorfbewohner als Statisten, war ebenfalls beteiligt. Produziert wurde der Film von Ulvi Doğan, der auch eine der Hauptrollen spielte. Die Originalmusik stammt von dem Oscar-prämierten griechischen Komponisten Manos Hadjidakis.
Der Film schildert eine Dorftragödie, in deren Mittelpunkt Durst und Besitzgier stehen. Osman (Erol Taş), ein Bauer, der das Wasser seines Landes für sich allein beanspruchen will, wendet sich gegen die Dorfbewohner, die ebenfalls auf das Wasser angewiesen sind. Während sein Bruder Hasan (Ulvi Doğan) für eine Wasserteilung plädiert, wird er für einen Mord verantwortlich gemacht, der während dieses Konflikts begangen wurde, und landet im Gefängnis. In der Abwesenheit seines Bruders hat Osman es auf dessen Frau Bahar (Hülya Koçyiğit) abgesehen. Der Film thematisiert den Machtkampf um Wasser und Land sowie die Entwertung der Frau in der Bildsprache des sozialrealistischen Kinos der 1960er Jahre.
Der in der Türkei zensierte Film feierte seine Premiere bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1964 und war der erste türkische Film, der einen internationalen Preis gewann – den Goldenen Bären, den Hauptpreis des Festivals. Hülya Koçyiğits erster Spielfilm wurde später in Cannes erneut gezeigt und mit Unterstützung von Martin Scorsese restauriert und von der Criterion Collection veröffentlicht.
| Regisseur | Metin Erksan |
|---|---|
| Produktionsfirma | Hititler |


Kommentare (0)