Bülent Ersoy
Schauspieler · 74 Jahre alt
Profil
| Alter | 74 Jahre alt |
|---|---|
| Geburtsdatum | 9. Juni 1952 |
| Geburtsort | İstanbul |
| Beruf | Schauspieler, Sänger, Aufnahmekünstler, Musiker |
| Sternzeichen | Zwillinge |
| Bürgerlicher Name | Bülent Erkoç |
| Ausbildung | İstanbul Belediye Konservatuvarı |
| Lakabı | Diva, Ablan |
Bülent Ersoy — Biografie
Bülent Ersoy (* 9. Juni 1952) ist eine Sängerin und Schauspielerin und zählt zu den bekanntesten Interpretinnen der türkischen Kunstmusik und des Arabesk. Bei ihrer Geburt erhielt sie den Namen Bülent Erkoç. Die für ihren großen Stimmumfang und ihre kraftvolle Haltung bekannte Künstlerin wird in der Öffentlichkeit seit vielen Jahren als „Diva“ bezeichnet.
Schon als Kind begann sie, sich mit Musik zu beschäftigen. In ihren jungen Jahren trat sie in das Konservatorium der Stadt Istanbul ein; sie blieb dort nicht lange und setzte ihre Ausbildung mit Privatunterricht bei Lehrern wie Melahat Pars und Rıdvan Aytan fort. Zu Beginn der 1970er Jahre begann sie, in Istanbuler Gazinos aufzutreten, und veröffentlichte 1971 ihre erste Platte mit den beiden Stücken Lüzûm Kalmadı und Neye Yarar Gelişin. 1974 begann sie im Maksim Gazinosu, einer der begehrtesten Bühnen jener Zeit, ihr Programm; in einer Zeit, in der Pop und Arabesk den Markt beherrschten, erzielte sie mit Werken aus dem klassischen osmanisch-türkischen Repertoire einen unerwarteten Verkaufserfolg.
In ihrer über vierzigjährigen Aufnahmelaufbahn veröffentlichte sie mehr als dreißig Alben. Bir Tanrıyı Bir De Beni Unutma, Orkide, Yüz Karası, Düşkünüm Sana, Yaşamak İstiyorum, Biz Ayrılamayız, Ablan Kurban Olsun Sana, Sefam Olsun und Benim Dünya Güzellerim zählen zu ihren herausragenden Arbeiten. Lieder wie Ümit Hırsızı, Geceler, Beddua, Maazallah, Biz Ayrılamayız, Sefam Olsun und Bir Tanrıyı Bir de Beni Sakın Unutma wurden in der Türkei über Generationen hinweg gehört. In den 1990er Jahren war sie mit ihrer eigenen Sendung Bülent Show im Fernsehen zu sehen, in den folgenden Jahren wirkte sie in Produktionen wie Ben Bilmem Eşim Bilir mit; in dieser Zeit setzte sich unter ihren Verehrern die Anrede „Ablan“ durch.
Parallel zu ihrer Musikkarriere arbeitete sie auch im Kino. Ihre 1976 mit Sıralardaki Heyecan begonnene Schauspiellaufbahn setzte sich mit Filmen wie Ölmeyen Şarkı, İşte Bizim Hikayemiz, Beddua, Yüz Karası, Acı Ekmek, Asrın Kadını und İstiyorum fort. Bei einem Teil der Produktionen, in denen sie mitwirkte, schuf sie auch die Musik; die meisten dieser Filme werden zusammen mit den Liedern genannt, deren Titel sie tragen.
In den ersten Jahren ihrer Laufbahn trat Ersoy als männlicher Sänger auf; 1981 schloss sie mit einer Operation in London ihre Geschlechtsangleichung ab und lebte von da an als Frau, behielt jedoch den bei ihrer Geburt gegebenen Namen Bülent bei. Danach wurden ihr Bühnenauftritte in der Türkei untersagt, und sie führte jahrelang einen juristischen Kampf um die rechtliche Anerkennung; einen Teil dieser Zeit verbrachte sie im Ausland. Nach einer Gesetzesänderung kehrte sie Ende der 1980er Jahre in das Land und auf die Bühnen zurück und übertraf binnen kurzer Zeit ihre frühere Popularität. Ersoy, eine der meistdiskutierten Künstlerinnen der Türkei, gilt auch als Symbolfigur für die LGBT-Gemeinschaft des Landes.




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