Jacques Higelin
Sänger · mit 77 gestorben
Profil
| Alter | mit 77 gestorben |
|---|---|
| Geburtsdatum | 18. Oktober 1940 |
| Geburtsort | Brou-sur-Chantereine |
| Gestorben | 6. April 2018 |
| Beruf | Sänger, Singer-Songwriter, Filmschauspieler, Aufnahmekünstler |
| Sternzeichen | Waage |
| Ausbildung | Cours Simon |
| Ehepartner | Nicole Courtois, Kuelan Nguyen, Aziza Zakine |
Jacques Higelin — Biografie
Jacques Joseph Victor Higelin (18. Oktober 1940, Brou-sur-Chantereine – 6. April 2018) war ein französischer Künstler, der als Sänger, Liedtexter, Komponist und Schauspieler bekannt wurde. Er galt als einer der führenden Vertreter der Tradition des auteur-compositeur-interprète, der seine eigenen Lieder schrieb, komponierte und vortrug, und wurde vor allem in den 1970er und 1980er Jahren zu einer der prägenden Figuren des französischen Musiklebens.
Sein Interesse an der Bühnenwelt begann schon in jungen Jahren; er erhielt eine Schauspielausbildung am Cours Simon in Paris und begann seine Karriere beim Film. Er wirkte in Produktionen wie Saint-Tropez Blues (1961), Bébert et l'Omnibus (1963), Erotissimo (1969) und Elle court, elle court la banlieue (1973) mit. Mit Unterstützung des Produzenten Jacques Canetti wandte er sich der Musik zu; sein erstes Album 12 chansons d'avant le déluge erschien 1966. Ab Mitte der 1960er Jahre baute er mit Areski Belkacem und Brigitte Fontaine eine lebenslange künstlerische Nähe auf.
Seine auf dem Chanson basierende Musik speiste sich aus Elementen des Hot Jazz, Blues, Rock'n'Roll, Reggae, Funk, New Wave und der arabischen Musik; in manchen seiner Lieder fiel ein experimenteller und theatralischer Stil auf. Er sang überwiegend auf Französisch, gelegentlich auf Englisch. Mit Alben wie Higelin & Areski (1969), BBH75 (1974), Irradié (1976), Alertez les bébés ! (1976), No Man's Land (1978), Champagne pour tout le monde (1979), Higelin 82 (1982), Aï (1985) und Tombé du ciel (1988) festigte er seinen Durchbruch. Er arbeitete auch mit Namen wie dem Art Ensemble of Chicago und Youssou N'Dour zusammen und wurde für seine starke Bühnenpräsenz bekannt.
In den 1990er Jahren wurde er dank Illicite (1991) und Aux héros de la voltige (1994) erneut zum Publikumsliebling; anschließend setzte er seine Aufnahme- und Tourneetätigkeit mit Alben wie Paradis païen (1998), Amor doloroso (2006), Coup de foudre (2010) und Beau repaire (2013) während der 2000er Jahre fort. Seine Verbindung zum Theater riss nie ab, und zeitweise kehrte er auch zur Leinwand zurück; eine seiner letzten Rollen war die Figur des Dalio, die er 2013 in Jappeloup spielte. Neben dem Prix Raoul-Breton wurde er auch zum Kommandeur des Ordre des Arts et des Lettres ernannt.
Mit einigen politischen und militanten Haltungen, mit denen er sich an die Seite von Organisationen stellte, die benachteiligte Bevölkerungsgruppen unterstützten, geriet er auch in die Schlagzeilen der Medien. Er war dreimal verheiratet: mit Nicole Courtois, Kuelan Nguyen und Aziza Zakine. Auch seine drei Kinder wurden Künstler: der Sänger Arthur H, der Schauspieler Kên Higelin und die Sängerin Izïa Higelin. Zu seinen Enkelkindern zählen Kêns Tochter Kim Higelin sowie Arthurs Tochter, die Sängerin Marcia Higelin.
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Filmografie / Projekte
- 1959 Nathalie spielt Geheimagentin (Nathalie, agent secret)
- 1961 Saint-Tropez Blues
- 1963 Wie der Vater, so der Sohn (Bébert et l'Omnibus)
- 1965 An einem heißen Sommermorgen (Crime on a Summer Morning)
- 1969 Erotissimo
- 1970 Wir werden nicht mehr in den Wald gehen (Nous n'irons plus au bois)
- 1973 Durch Paris mit Ach und Krach (Elle court, elle court la banlieue)
- 1973 Das Jahr Null Eins (The Year 01)
- 1991 Amnesty International - Schreiben gegen das Vergessen (Against Oblivion)
- 2013 Jappeloup – Eine Legende (Jappeloup)
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