Ruhi Su
Sänger · mit ~73 gestorben
Profil
| Alter | mit ~73 gestorben |
|---|---|
| Geburtsdatum | 1912 |
| Geburtsort | Van |
| Gestorben | 20. September 1985 |
| Sterbeort | İstanbul, Türkiye |
| Beruf | Sänger, Opernsänger, Komponist, Songwriter |
Ruhi Su — Biografie
Mehmet Ruhi Su (1912, Van – 20. September 1985, Istanbul) war einer der einflussreichsten Interpreten der türkischen Volksmusik, Opernsänger, Komponist und Bağlama-Virtuose. In den Aufzeichnungen erscheint als Geburtsdatum nur das Jahr; manche Quellen nennen den 20. Oktober. Es gilt als anerkannt, dass er armenischer Herkunft war. Er studierte Gesang am Staatlichen Konservatorium Ankara und begann seine künstlerische Laufbahn auf der Opernbühne; seine eigentliche, bleibende Spur hinterließ er jedoch mit einer Interpretationsweise, die die Schulung des Konservatoriums mit den anatolischen Volksliedern verband.
Während seines von den 1940er Jahren bis zu seinem Tod währenden Künstlerlebens sammelte, komponierte und nahm er Volkslieder auf Schallplatte auf. Auch seine Verbindung zum Kino war stark: In Filmen wie Otobüs Yolcuları (1961), Yarın Bizimdir (1963), Bitmeyen Yol (1965), Murad'ın Türküsü (1965), Bacım (1974) und Kahramanın Sonu (1975) war er mit seiner Musik und seinen Liedern vertreten; in Lale Devri und Barbaros Hayrettin Paşa (1951) trat er als Schauspieler auf.
Su, der für seine linken Überzeugungen bekannt war, wurde deswegen Repressionen und Verfolgungen ausgesetzt; ab den 1960er Jahren galt er als die Stimme der türkischen Linken. Vierzig Jahre nach seinem Tod ist sein Repertoire lebendig geblieben: Der in seiner Nachfolge stehende Dostlar-Chor und das Musikensemble Dostlar bringen seine Lieder auf die Bühne, und es werden Gedenkkonzerte wie „Mahsus Mahal: Ruhi Su'ya Saygı“ veranstaltet.
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