Aşık Veysel
Sänger · mit 78 gestorben
Profil
| Alter | mit 78 gestorben |
|---|---|
| Geburtsdatum | 25. Oktober 1894 |
| Geburtsort | Sivrialan, Şarkışla, Sivas |
| Gestorben | 21. März 1973 |
| Beruf | Sänger, Dichter, Komponist, Songwriter |
| Sternzeichen | Skorpion |
| Bürgerlicher Name | Veysel Şatıroğlu |
| Ölüm Yeri | Sivrialan, Şarkışla, Sivas |
Aşık Veysel — Biografie
Âşık Veysel, mit bürgerlichem Namen Veysel Şatıroğlu (* 25. Oktober 1894 in Sivrialan; † 21. März 1973 in Sivrialan), war ein türkischer Volksbarde, Dichter, Komponist und Meister der Bağlama. Er kam zur Zeit des Osmanischen Reiches im Dorf Sivrialan im Kreis Tenos (dem heutigen Şarkışla) der Provinz Sivas als eines der Kinder von Gülizar und Ahmet Şatıroğlu zur Welt, die dem Şatırlı-Zweig des Afşar-Stammes angehörten. Der in alevitischer Tradition aufgewachsene Künstler gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Âşık-Tradition in der Türkei.
Veysel verlor mit sieben Jahren sein Augenlicht und verbrachte nahezu sein ganzes Leben blind; die Blindheit wurde nicht nur zur bestimmenden Bedingung seines Lebens, sondern auch seiner Kunst. Die meisten seiner Lieder haben einen schwermütigen Ton und erzählen die Welt aus der Wahrnehmung eines Menschen, dessen Augen nicht sehen. In seinen Gedichten und Kompositionen behandelte er Themen wie Moral, Liebe, Glaube, Leben und Tod, Toleranz, Einheit und Zusammenhalt, Vaterlandsliebe und Natur. Sein meisterhafter Umgang mit der Bağlama und die schlichteste und zugleich kraftvollste Art, das Türkische sprechen zu lassen, machten ihn zu einem der bekanntesten Saz-Dichter Anatoliens.
Die bekanntesten der von ihm hinterlassenen Werke sind Uzun İnce Bir Yoldayım, Dostlar Beni Hatırlasın, Kara Toprak und Güzelliğin On Para Etmez; diese Lieder zählen heute nicht nur zum Kanon der Volksmusik, sondern auch zu den Klassikern der türkischen Literatur. Neben frühen Aufnahmen wie dem 1945 erschienenen Atatürk'ün Ağıtı wurden die Zusammenstellungen mit seiner eigenen Stimme im Laufe der Jahre auf zahlreichen Alben wie Sivas Ellerinden, Ömür Kervanı, Anlatmam Derdimi Dertsiz İnsana, Aşık Veysel Klasikleri, Kara Toprak und Aşık Veysel Radyo Kayıtları versammelt.
Veysels Lieder wurden von den nachfolgenden Generationen unablässig neu interpretiert; zu diesen Namen gehören Tarkan, Barış Manço, Gülden Karaböcek, Selda Bağcan, Haluk Levent, Belkıs Akkale und Hümeyra. Sein Einfluss blieb nicht auf die Türkei beschränkt: Der amerikanische E-Gitarren-Virtuose Joe Satriani nahm auf sein 2008 veröffentlichtes Album ein selbst komponiertes Instrumentalstück mit dem Titel Aşık Veysel auf. Google erinnerte am 25. Oktober 2017 mit einem Google Doodle an den 123. Geburtstag des Künstlers.
Âşık Veysel starb am 21. März 1973 in seinem Geburtsdorf an Lungenkrebs. Auch nach seinem Tod wurde ihm weiter gedacht: 2022 wurde ihm in der Kategorie „Treue“ der Große Kultur- und Kunstpreis des Staatspräsidenten zuerkannt. Mit einem im Dezember 2022 veröffentlichten Erlass des Staatspräsidenten wurde das Jahr 2023 anlässlich seines 50. Todestages in der Türkei als „Âşık-Veysel-Jahr“ begangen; im selben Jahr wurde der UNESCO mit Unterstützung Aserbaidschans, Ungarns, Kasachstans, Kirgisistans, Nordmazedoniens, der Ukraine und Usbekistans neben der Türkei ein Vorschlag für ein Gedenkjahr vorgelegt.



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