Europa
Europa (in Nordamerika als Zentropa bekannt) ist ein historisches Filmdrama aus dem Jahr 1991 unter der Regie von Lars von Trier, der auch gemeinsam mit Niels Vørsel das Drehbuch schrieb. Der Film, eine Koproduktion zwischen Dänemark und mehreren anderen europäischen Ländern, darunter Frankreich, Schweden, Deutschland, Spanien und der Schweiz, bildet den Abschluss von Triers Europa-Trilogie, die mit „Das Element des Verbrechens“ und „Epidemie“ begann. Die Musik stammt von Joachim Holbek.
Die Geschichte handelt von Leopold Kessler, einem jungen Amerikaner deutscher Abstammung, der kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nach Deutschland kommt. Über seinen Onkel erhält er eine Anstellung als Schlafwagenbegleiter bei der Zentropa. Der idealistische junge Mann gerät in die turbulente Atmosphäre des Nachkriegsdeutschlands, in den Konflikt zwischen der von den Nazis unterstützten Partisanenorganisation Werwolf und den Besatzungstruppen, inmitten der Trümmer des Landes; seine Liebe zu Katharina Hartmann führt ihn in eine immer düsterere Lage.
Die internationale Besetzung umfasst Jean-Marc Barr, Barbara Sukowa, Udo Kier, Eddie Constantine, Max von Sydow und Ernst-Hugo Järegård. Inspiriert von Franz Kafkas Roman „Amerika“, zeichnet sich der Film durch seine experimentelle Mischung aus Schwarz-Weiß- und Farbbildern, seine hypnotische Erzählung in der zweiten Person und seine Anspielungen auf den Film noir aus. Er gewann drei Preise bei den Filmfestspielen von Cannes 1991.
| Regisseur | Lars von Trier |
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