Gorbaciof
Gorbaciof ist ein italienischer Spielfilm aus dem Jahr 2010 unter der Regie von Stefano Incerti. Das Drehbuch stammt von Incerti und Diego De Silva; produziert wurde der Film von Edwige Fenech und Luciano Martino; die Musik komponierte Teho Teardo. Der Film wurde außer Konkurrenz bei den 67. Internationalen Filmfestspielen von Venedig gezeigt.
Die Geschichte spielt in Vasto, einem multikulturellen Viertel nahe dem Hauptbahnhof von Neapel. Marino Pacileo, ein introvertierter Kassierer im Gefängnis Poggioreale, trägt den Spitznamen „Gorbaciof“ wegen eines Muttermals auf seiner Stirn, das dem sowjetischen Staatschef Gorbatschow ähnelt. Dieser wortkarge Mann, der seine Spielsucht mit seinem Verdienst finanziert, lernt Lila, die Tochter des Restaurantbesitzers, an einem Pokertisch im Hinterzimmer eines chinesischen Restaurants kennen. Obwohl sie keine gemeinsame Sprache sprechen, entsteht zwischen ihnen eine seltsame, stille Nähe. Als Gorbaciof Lilas Vater eine große Summe Geld gibt, um dessen Schulden zu begleichen, gerät er selbst in einen Schuldenstrudel und ist gezwungen, gemeinsam mit ihr eine gefährliche Mission zu unternehmen, um aus der Stadt zu fliehen.
Mit seinem schlichten Erzählstil, in dem Blicke und Gesten Dialoge ersetzen, verbindet der Film eine Kriminalgeschichte mit einem realistischen Porträt der Außenbezirke von Neapel. Die Straßen der Stadt sind ein integraler Bestandteil der Handlung.
| Regisseur | Stefano Incerti |
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