Erkin Koray

Erkin Koray

Sänger · mit 82 gestorben

Profil

Altermit 82 gestorben
Geburtsdatum24. Juni 1941
GeburtsortKadıköy, İstanbul
Gestorben7. August 2023
BerufSänger, Gitarrist, Rockmusiker
SternzeichenKrebs
Bürgerlicher NameMustafa Erkin Koray
Ausbildungİstanbul Alman Lisesi, Haydarpaşa Lisesi
Ölüm YeriToronto, Kanada

Erkin Koray — Biografie

Mustafa Erkin Koray (* 24. Juni 1941 in Kadıköy, Istanbul; † 7. August 2023 in Toronto) war ein türkischer Sänger, Textdichter, Komponist und Gitarrist. Er gilt als Wegbereiter der Rockmusik in der Türkei und als einer der Begründer des Anadolu Rock; in den Genres Anadolu Rock, Psychedelic Rock und Hard Rock hinterließ er zahlreiche eigenständige Werke. Seine Schulbildung erhielt er in Istanbul am Deutschen Gymnasium und am Haydarpaşa-Gymnasium.

Koray, der schon als Kind Klavier zu spielen begann, lernte noch in seiner Gymnasialzeit den Rock 'n' Roll kennen und gründete mit Freunden eine kleine Formation namens Erkin Koray ve Ritimcileri. Ab den 1950er Jahren stand er auf der Bühne, in den 1960er Jahren veröffentlichte er zahlreiche Singles; in diesen Jahren reiste er nach Deutschland und erlebte in Hamburg das Umfeld, das die Beatles und andere britische Bands geschaffen hatten, aus nächster Nähe. Als er in die Türkei zurückkehrte, war er nicht mehr nur Musiker, sondern mit seinen langen Haaren und seinem Rock-'n'-Roll-Lebensstil zu einer Ikone geworden. 1969 gründete er die Band Yeraltı Dörtlüsü und bereitete damit den Boden für die Zukunft der türkischen Rockmusik.

Korays Musik beruht auf der Verbindung von Psychedelic Rock und traditioneller türkischer Musik. Mit seinen eigenständigen Arbeiten, die östliche und westliche Musik zusammenführten, beeinflusste er viele nach ihm kommende Musiker; durch die Neubearbeitung zahlreicher Volkslieder trug er zur Bewahrung des kulturellen Erbes Anatoliens bei. Gegen Ende der 1960er Jahre entwickelte er gemeinsam mit Orhan Gencebay die elektrische Bağlama, um den Klang des Instruments auf der Bühne besser hörbar zu machen und es in der Rockmusik einsetzen zu können.

Sein Repertoire erstreckt sich über ein weites Feld: Aus der türkischen Volksmusik interpretierte er Stücke wie Cemalim und Köprüden Geçti Gelin, aus der türkischen Kunstmusik Werke wie Nihansın Dideden und Kıskanırım. Neben Arabesk-Rock-Stücken wie Şaşkın, Estarabim, Çöpçüler und Fesuphanallah schuf er bis in den Psychedelic Rock reichende Stücke wie Mesafeler, Yağmur und Gün Doğmuyor sowie Arbeiten wie Krallar, Akrebin Gözleri und Öfke, die man als Metal bezeichnen kann.

Sein Albumweg begann 1973 mit Erkin Koray; 1974 folgten Elektronik Türküler und Mesafeler. In den folgenden Jahren veröffentlichte er Alben wie Erkin Koray Tutkusu, Allah Aşkına, İlla ki, Ceylan, Hay Yam Yam, Tamam Artık und Devlerin Nefesi; die ab 1991 erschienene Reihe Dünden Esintiler versammelte seine alten Aufnahmen neu.

Neben der Musik hatte er auch eine Verbindung zum Kino: Er war in Filmen wie Naylon Leyla, Dönüşü Olmayan Yol und Şaşkın zu sehen, sein Name findet sich bei der Musik von Produktionen wie Korkusuz Cengaver, Yüz Numaralı Adam und Abuk Sabuk 1 Film; im Fernsehen wirkte er in den Serien Karambol Kamil und Avrupa Yakası mit. In Fatih Akıns Dokumentarfilm İstanbul Hatırası: Köprüyü Geçmek aus dem Jahr 2005 trat er als er selbst auf. Koray, der bisweilen als türkischer Jimi Hendrix bezeichnet wurde, starb am 7. August 2023 im Alter von 82 Jahren in Toronto.

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Filmografie / Projekte

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