Das Floß der Medusa (Le Radeau de la Méduse)
Dieser französische Spielfilm wurde von dem iranischstämmigen französischen Regisseur Iradj Azimi geschrieben und inszeniert. Er erzählt die wahre Geschichte der 1816 gesunkenen Fregatte Méduse und die Entstehung des berühmten Gemäldes von Théodore Géricault aus dem Jahr 1819, das diese Katastrophe verewigt. Der Film verbindet den verzweifelten Kampf der Schiffbrüchigen auf einem Floß mit dem kreativen Prozess des Malers. In den Rollen sind Jean Yanne, Daniel Mesguich, Claude Jade, Laurent Terzieff und Rufus zu sehen.
Die Dreharbeiten begannen 1987, wurden aber jahrelang unterbrochen, nachdem der Hurrikan Hugo 1989 die Drehorte in der Karibik zerstört hatte. Diese "handwerklich gefertigte Großproduktion" konnte erst 1991 abgeschlossen werden. Auch der Kinostart war schwierig: Der Film wurde zunächst 1994 in nur einem Arthouse-Kino gezeigt, 1995 folgte eine dreiteilige Version im französischen Fernsehen auf France 2, und die breitere französische Kinoauswertung fand erst 1998 statt. Der Protestakt des Regisseurs Azimi, der sich vor Vertretern des Kulturministeriums die Pulsadern aufschnitt, ging als der eindrucksvollste Protest gegen die Vertriebssackgasse des Films in die Geschichte ein.
| Regisseur | Iradj Azimi |
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