Masculin – Feminin oder: Die Kinder von Marx und Coca-Cola
Masculin féminin: 15 faits précis ist eine Schwarz-Weiß-Komödie und ein Drama der Nouvelle Vague aus dem Jahr 1966; den französisch-schwedischen Koproduktionsfilm hat Jean-Luc Godard sowohl geschrieben als auch inszeniert. Das Drehbuch ist lose von den Erzählungen Le Signe und La Femme de Paul von Guy de Maupassant inspiriert. Der Film gilt als Porträt des Frankreichs und des Paris der 1960er Jahre und ist durch den Zwischentitel "Die Kinder von Marx und Coca-Cola" in Erinnerung geblieben. Jean-Pierre Léaud erhielt für diese Rolle bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1966 den Silbernen Bären.
Die Geschichte begleitet den idealistischen jungen Paul (Léaud), der gerade vom Militärdienst zurückgekehrt ist. Paul sucht einerseits Arbeit und geht andererseits gegen den Vietnamkrieg auf die Straße. Er verliebt sich in die Popsängerin Madeleine (Chantal Goya), die ihre Karriere über die Liebe stellt. Obwohl ihr Musikgeschmack wie ihre politischen Ansichten verschieden sind, kommen sie sich näher, und es entsteht ein Zusammensein zu viert, zu dem auch Madeleines Mitbewohnerinnen Catherine (Catherine-Isabelle Duport) und Elisabeth (Marlène Jobert) gehören. Die Kamera stellt den jungen Leuten Fragen im Vérité-Stil über Liebe, Sexualität und Politik; der Hauptstrang wird von Abschnitten unterbrochen, etwa einer Szene nach LeRoi Jones' Stück Dutchman.
Im Film gibt es Anspielungen auf Charles de Gaulle, André Malraux, James Bond und Bob Dylan; Brigitte Bardot tritt als sie selbst auf. Der Film gilt als eine der Produktionen, die Godards Übergang von der Nouvelle Vague zu einem politischeren Kino zeigen.
| Regisseur | Jean-Luc Godard |
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