Orfe
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Orpheus (Orfe)

Film · 1950 · 10 Personen

Orpheus ist ein französischer Fantasyfilm aus dem Jahr 1950, geschrieben und inszeniert vom französischen Dichter und Filmemacher Jean Cocteau. Der Film verlegt die Legende von Orpheus aus der griechischen Mythologie ins zeitgenössische Paris und präsentiert eine allegorische Geschichte über Unsterblichkeit, Liebe und Kunst, die sich durch surreale Bilder und poetische Erzählweise auszeichnet. Er bildet den mittleren Teil von Cocteaus „Orpheus-Trilogie“, deren andere beiden Teile *Das Blut eines Dichters* (1930) und *Das Testament des Orpheus* (1960) sind.

Im Zentrum der Geschichte steht Orphée, ein berühmter Dichter mittleren Alters, der von jüngeren Dichtergenerationen als überholt gilt. Seine Begegnung mit der geheimnisvollen Prinzessin, einer Erscheinung des Todes, treibt ihn in die Unterwelt hinab, um seine Frau Eurydike zurückzuholen. Auf dieser Reise, auf der Spiegel zu Toren ins Jenseits werden und Tod und Liebe ineinandergreifen, spielt Jean Marais, ein häufiger Mitarbeiter Cocteaus, die Hauptrolle; die Prinzessin wird von Maria Casarès, Eurydike von Marie Déa und der Chauffeur Heurtebise von François Périer verkörpert.

Die Filmmusik stammte von Georges Auric, produziert wurde der Film von André Paulvé. Orpheus, der sich durch seine kreativen visuellen Effekte wie invertierte Aufnahmen und mit einem Quecksilberbecken erzeugte „flüssige Spiegel“ auszeichnet, gewann den Preis der internationalen Filmkritik bei den Filmfestspielen von Venedig 1950 und gilt als Cocteaus gefeiertstes filmisches Werk.

RegisseurJean Cocteau
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