Maria Casarès
Theaterschauspieler · mit 74 gestorben
Profil
| Alter | mit 74 gestorben |
|---|---|
| Geburtsdatum | 21. November 1922 |
| Geburtsort | A Coruña |
| Gestorben | 22. November 1996 |
| Beruf | Theaterschauspieler, Filmschauspieler, Schauspieler |
| Sternzeichen | Skorpion |
| Ausbildung | Cours Simon, Paris Konservatuvarı |
| Ehepartner | André Schlesser |
Maria Casarès — Biografie
María Victoria Casares Pérez wurde am 21. November 1922 in A Coruña, Galicien, geboren und starb am 22. November 1996 im Logis de la Vergne in der Gemeinde Alloue in der Charente, ihrem langjährigen Wohnsitz. Die in Frankreich unter dem Namen Maria Casarès berühmt gewordene französische Schauspielerin spanischer Herkunft gilt vor allem durch ihre Bühnenarbeiten als eine der bedeutendsten Tragödinnen des französischen Theaters des 20. Jahrhunderts; nahezu ihre gesamte Karriere verbrachte sie in Frankreich.
Ihr Vater, Santiago Casares Quiroga, war ein Politiker, der während der Präsidentschaft Manuel Azañas in der Zweiten Spanischen Republik Minister und Ministerpräsident war. María begann ihre Schulausbildung am Instituto-Escuela in Madrid; nach dem Exil ihres Vaters wanderte sie 1936 mit ihrer Familie nach Frankreich aus. In Paris lernte sie Schauspiel am Cours Simon und am Pariser Konservatorium. 1975 wurde sie in die französische Staatsbürgerschaft aufgenommen; das französische Publikum hatte sie jedoch schon lange zuvor unter der Schreibweise Maria Casarès in sein Herz geschlossen.
Ihre 1942 begonnene Bühnenlaufbahn setzte sie ohne Unterbrechung bis zu ihrem Tod fort, also über fünfzig Jahre lang. Neben ihrer Meisterschaft in modernen Interpretationen klassischer Tragödien wirkte sie auch in avantgardistischen Projekten mit. In ihrer Jugend stand sie Jean Vilar und bekannten Persönlichkeiten des existenzialistischen Umfelds nahe. Zusammen mit Edwige Feuillère und Madeleine Renaud galt sie als eine der angesehensten Tragödinnen ihrer Generation; neben der Bühne arbeitete sie auch für Kino und Fernsehen.
Ihre goldene Ära im Kino fiel in die 1940er und 1950er Jahre. Les Dames du bois de Boulogne (1945) und Les Enfants du paradis (1945), in dem sie Nathalie verkörperte, zählten sie zu den Meisterwerken des französischen Films. Es folgten die Herzogin von Sanseverina in La Chartreuse de Parme (1948), die den Tod verkörpernde Prinzessin in Orphée (1950), L'Homme qui revient de loin (1950) sowie Le Testament d'Orphée (1960), in dem sie zur Rolle der Prinzessin zurückkehrte. In ihrer Spätzeit spielte sie die Nonne Agatha in Flavia the Heretic (1974).
In Frankreich wurde sie mit dem Ritterkreuz der Ehrenlegion, dem Offizierskreuz des Ordre national du Mérite und dem Komturkreuz des Ordre des Arts et des Lettres ausgezeichnet; sie gewann den Molière-Preis als beste Schauspielerin sowie den Prix du Brigadier und war als beste Nebendarstellerin für den César nominiert. Spanien ehrte sie mit der Castelao-Medaille und der Goldmedaille für Verdienste in den Schönen Künsten. Sie war mit André Schlesser verheiratet; im Laufe ihres Lebens hatte sie Beziehungen mit Albert Camus, Gérard Philipe und Jean Servais.
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Filmografie / Projekte
- 1945 Kinder des Olymp (Les Enfants du Paradis)
- 1948 Die Kartause von Parma (The Charterhouse of Parma)
- 1950 Orpheus (Orfe)
- 1950 Der Mann, der von weit her zurückkehrt (The Man Who Returns from Afar) (übersetzt)
- 1956 Le théâtre national populaire
- 1960 Das Testament des Orpheus (Testament of Orpheus)
- 1974 Castigata – Die Gezüchtigte (Flavia the Heretic)
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