Out 1, noli me tangere (Out 1)
Dieser 1971 von Jacques Rivette und Suzanne Schiffman geschriebene und inszenierte französische Film gilt als eines der ungewöhnlichsten Beispiele experimentellen Kinos. Er zeichnet sich durch seine fast dreizehnstündige Länge aus und ist in acht Segmente von jeweils etwa neunzig bis hundert Minuten unterteilt. Inspiriert von Honoré de Balzacs *Die menschliche Komödie *, insbesondere von * Die Geschichte der Dreizehn*, ist der Film als geheimnisvolles Drama angelegt.
Die Handlung verwebt die Proben zweier Pariser Theatergruppen für Aischylos-Stücke mit den Geschichten zweier Figuren außerhalb dieser Welt: Colin, der einer echten Geheimgesellschaft auf der Spur ist, und Frédérique, einer Trickbetrügerin, die Briefe stiehlt. In dieser Inszenierung, die ohne einen einzigen eindeutigen Protagonisten auskommt, kreuzen sich die Wege zahlreicher lose miteinander verbundener Charaktere nach und nach und enthüllen so immer wieder neue Nebenhandlungen.
Der Film wartet mit einer hochkarätigen Besetzung auf, darunter Jean-Pierre Léaud, Michael Lonsdale, Bulle Ogier, Juliet Berto und Bernadette Lafont. Gedreht auf 16-mm-Film in nur sechs Wochen, ist er bekannt für seine langen Einstellungen und seinen beinahe improvisierten Realismus. Er hat im Laufe der Jahre viel Kritikerlob erhalten und gilt als einer der ambitioniertesten und längsten Filme der Kinogeschichte.
| Regisseur | Jacques Rivette, Suzanne Schiffman |
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