N. a pris les dés...
„N. a pris les dés…“ ist ein Experimentalfilm aus dem Jahr 1971 des französischen Autors und Regisseurs Alain Robbe-Grillet. Robbe-Grillet, der auch das Drehbuch verfasste, gestaltete den Film in einem Erzählstil, der dem Independent- und Underground-Kino nahesteht. Der Film, mit Musik von Michel Fano, ist im Original auf Französisch und wird dem Genre Drama zugeordnet.
Das Auffälligste an dem Film ist seine Produktionsweise: Robbe-Grillet willigte ein, aus denselben Aufnahmen zwei separate Filme zu erstellen, indem er dieselben Szenen unterschiedlich schnitt, um zwei völlig verschiedene Erzählungen zu schaffen. Der erste Film heißt „Eden and After“, der zweite „N. a pris les dés…“. Auch die Titel der beiden Filme spielen eine Rolle: Der Titel des zweiten Films ist ein Anagramm, das durch Umstellen der Buchstaben des französischen Originaltitels des ersten Films entstanden ist.
Beide Filme erzählen inhaltlich dieselbe Geschichte; allerdings präsentiert „N. a pris les dés…“ die Ereignisse aus der Perspektive eines Mannes anstatt einer Frau, und die Erzählerstimme wird ihm zugeschrieben. So erhält dasselbe Bildmaterial allein durch Schnitt und Sprecherwahl eine völlig andere Bedeutung. Insofern gilt der Film als typisches Beispiel für Robbe-Grillets Werk, das die narrative Experimentierfreude der neuen Romanbewegung ins Kino brachte.
| Regisseur | Alain Robbe-Grillet |
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