Le Viager

Le Viager

Film · 1972 · 5 Personen

Le Viager ist eine französische schwarze Komödie von Pierre Tchernia, die 1972 in die Kinos kam. Ihr Thema ist das Viager-System, bei dem eine Immobilie gegen eine lebenslange Rente erworben wird, die so lange gezahlt wird, wie der Verkäufer am Leben bleibt. Der Film treibt diese Idee auf die Spitze: Eine Familie, die ein hübsches Haus an der Côte d'Azur kauft, wird unter den Zahlungen erdrückt, weil der Verkäufer einfach nicht sterben will. Die Produktion dauert etwa 101 Minuten und lockte in Frankreich mehr als zwei Millionen Zuschauer an.

Die Geschichte reicht von den 1930er bis in die 1970er Jahre. Den Rentenempfänger Martinet verkörpert Michel Serrault; die Familie, die das Haus kauft, ist die habgierige, unsympathische Familie Galipeau, gespielt von Michel Galabru, Rosy Varte, Jean-Pierre Darras, Odette Laure und Claude Brasseur. Die endlose Rente erschöpft die Geduld der Familie, und sie beschließt, den Tod des Verkäufers zu beschleunigen. Bernard Lavalette und Paul Bisciglia gehören ebenfalls zur Besetzung. Mit dieser Konstruktion verspottet der Drehbuchautor eine Praxis, die er moralisch fragwürdig findet, und macht sich über die französische Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts lustig.

Das Drehbuch schrieb Tchernia gemeinsam mit René Goscinny, dem Schöpfer von Asterix; es ist der erste abendfüllende Kinofilm des Duos. Gedreht wurde im Sommer 1971 in Saint-Tropez und La Garde-Freinet, anschließend in Paris und in den Studios von Billancourt. Der Film machte Serrault sowohl bei der Kritik als auch beim breiten Publikum bekannt; die Zusammenarbeit setzte sich mit Les Gaspards (1974) fort.

RegisseurPierre Tchernia
ProduktionsfirmaUnited Artists

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