Tortur (Ateşten Gömlek) (übersetzt)
Der 1923 erschienene Film *Ateşten Gömlek * (Feuerhemd) ist ein Schwarzweiß-Kriegsdrama, das auf Halide Edib Adıvars gleichnamigem Roman basiert, der 1922 in der Zeitung İkdam in Fortsetzungen veröffentlicht wurde. Muhsin Ertuğrul schrieb das Drehbuch und führte Regie; produziert wurde der Film von Kemal Film. Er gilt als Meilenstein der türkischen Filmgeschichte, nicht nur als erster abendfüllender Film über den türkischen Befreiungskrieg, sondern auch als erster Film mit türkisch-muslimischen Schauspielerinnen.
Die Geschichte dreht sich um Ayşe, die während der Besetzung von İzmir ihren Mann und ihren kleinen Sohn verliert. Auf der Suche nach Zuflucht in Istanbul beteiligt sie sich gemeinsam mit ihrer Verwandten Peyami und deren Freund, Major İhsan, an Protesten gegen die Besatzung. Nach der Besetzung der Stadt flieht sie nach Anatolien und arbeitet als Krankenschwester in den Einheiten des nationalen Widerstands. Ayşe, die sowohl İhsan als auch Peyami liebt, entwickelt eine tiefe Zuneigung zu İhsan. Diese Zuneigung verwebt sich mit dem Kampf an der Front und führt schließlich alle drei in ein tragisches Ende. Die Erzählung basiert auf den in Ankara verfassten Memoiren von Peyami, einem verwundeten Reserveoffizier.
Der Autor des Romans legte fest, dass die Hauptrollen von türkischen Schauspielerinnen und nicht von Angehörigen von Minderheiten gespielt werden sollten. Bedia Muvahhit übernahm die Rolle der Ayşe, und Neyyire Neyir, die über eine Zeitungsanzeige gefunden wurde, spielte Kezban. Der Film feierte am 23. April 1923 im Palas-Kino in Beyoğlu Premiere, als Istanbul noch besetzt war, und wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Er wurde dem Publikum in zwei Teilen mit einer Doppelkarte gezeigt. 1950 drehte Vedat Örfi Bengü ein Remake mit demselben Titel.
| Regisseur | Muhsin Ertuğrul |
|---|---|
| Produktionsfirma | Kemal Film |
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