Yol – Der Weg (Yol)
„Yol“ (Die Straße) ist ein Filmdrama mit einem Drehbuch von Yılmaz Güney aus dem Jahr 1982. Da Güney das Drehbuch im Gefängnis verfasste, konnte er nicht selbst Regie führen; seine detaillierten Regieanweisungen wurden von seinem ehemaligen Assistenten Şerif Gören umgesetzt. Nach seiner Flucht aus dem Land brachte Güney die Negative in die Schweiz und vollendete den Schnitt in Paris.
Der Film schildert die Unterdrückung, die nach dem Putsch vom 12. September 1980 über das Land hereinbrach, anhand der Geschichte von fünf Gefangenen, denen eine Woche Urlaub gewährt wird. Die Erlebnisse von Seyit Ali, Mehmet Salih, Ömer, Mevlüt und Yusuf verweben sich mit Themen wie Tradition, Ehre, Armut und den Nöten der Kurden und zeichnen so ein eindringliches Bild der Türkei jener Zeit. In den Hauptrollen sind Tarık Akan, Şerif Sezer, Halil Ergün, Necmettin Çobanoğlu und Meral Orhonsay zu sehen; die Musik stammt von Zülfü Livaneli.
Der Film war die erste türkische Produktion, die bei den Filmfestspielen von Cannes 1982 die Goldene Palme gewann und sich den Preis mit Costa-Gavras' *Missing* teilte. Aufgrund seiner kritischen Auseinandersetzung mit der Türkei während des Putsches und der Verwendung kurdischer Dialoge war er jedoch lange Zeit in der Türkei verboten und wurde erst 1999 veröffentlicht. Er gilt als eines der wichtigsten Werke der türkischen Filmgeschichte.
| Regisseur | Yılmaz Güney, Şerif Gören |
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| Produktionsfirma | Güney Film, Maran Film, Cactus Film |





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