Gestohlene Augen (Çalıntı Gözler) (übersetzt)
Gestohlene Augen (bulgarisch: Откраднати очи, Otkradnati ochi) ist ein Filmdrama aus dem Jahr 2005 unter der Regie von Radoslav Spasov. Der bulgarische Film, auch bekannt als türkisch-bulgarische Koproduktion, enthält zahlreiche türkische Dialoge.
Der Film thematisiert die repressive Phase des sogenannten „Rückkehrprozesses“ in Bulgarien in den 1980er Jahren, in der die türkische Minderheit zwangsweise ihre Namen ändern musste. Ivan, ein Beamter der Lokalverwaltung, zuständig für die Stempel der neuen Ausweispapiere, und Ayten, eine Grundschullehrerin, die versucht, diese Stempel zu stehlen, um die Namensänderungen zu verhindern, begegnen sich. Die sich entwickelnde Nähe zwingt Ivan, zwischen seiner Pflicht und seinem Gewissen zu wählen. Nach dem Mord an Aytens Kind durch Sicherheitskräfte sind die Figuren erschüttert und versuchen allmählich, ihren Schmerz und ihre Unterschiede zu überwinden. Der Film beleuchtet auch, wie diese Beziehung innerhalb der bulgarischen und türkischen Gemeinschaft wahrgenommen wird.
Die Hauptrollen spielen Vesela Kazakova und Valeri Yordanov; Zur Besetzung gehören außerdem Nejat İşler, Itzhak Finzi und Stoyan Aleksiev. Er wurde von Bulgarien als Nominierter für den besten fremdsprachigen Film bei den 78. Oscar-Verleihungen eingereicht und Vesela Kazakova wurde beim 27. Moskauer Internationalen Filmfestival als beste Schauspielerin ausgezeichnet.
| Regisseur | Radoslav Spasov |
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