Sein Name aus Venedig im verlassenen Kalkutta (Son nom de Venise dans Calcutta désert)
Marguerite Duras' französischer Film aus dem Jahr 1976 übernimmt die Tonspur ihres ein Jahr zuvor entstandenen Werks India Song unverändert und verbindet sie dieses Mal mit völlig anderen Bildern: einer Kamera, die durch die leeren Räume des verfallenen Rothschild-Palastes streift. Während Dialog und Musik gleich bleiben, verändert sich die visuelle Welt, und dem Film wird ein zusätzliches Ende hinzugefügt; so entsteht nicht eine Kopie des vorherigen Werks, sondern ein Begleitstück, das mit ihm in einen Dialog tritt.
Im Zentrum der Erzählung steht Anne-Marie Stretter, die Frau des französischen Botschafters um die 1930er-Jahre; diese Figur ist auch die Hauptfigur von India Song, und der Film ist ein Glied in der Werkreihe, die Duras als "Indischen Zyklus" bezeichnete. In den Hauptrollen sind Delphine Seyrig und Michael Lonsdale zu sehen; Nicole Hiss, Marie-Pierre Thiebaut und Sylvie Nuytten vervollständigen das Ensemble. Der Film wurde 1976 bei den Filmfestspielen von Cannes in der Sektion Quinzaine des Réalisateurs (Zwei Wochen der Regisseure) gezeigt.
| Regisseur | Marguerite Duras |
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