Die Filzlaus (L'emmerdeur)
L'emmerdeur („Nervensäge, lästige Person“) ist eine französisch-italienische schwarze Komödie von 1973 unter der Regie von Édouard Molinaro. Die Produktion, die auch Züge des Buddy-Films trägt, dauert etwa 80 Minuten und wurde auf Französisch gedreht. In englischsprachigen Märkten ist sie als A Pain in the Ass bekannt, in Deutschland als Die Filzlaus (in der DDR als Die Klette), in Russland als Zanuda. Bekannt ist sie auch als der zehnte und letzte Spielfilm von Jacques Brel.
Die Geschichte beginnt mit einem Auftragskiller: Ein professioneller Schütze bezieht ein Hotelzimmer, um auf sein Opfer zu warten; doch sein Plan wird durch einen Vertreter im Nebenzimmer durchkreuzt, der an Selbstmord denkt. Der Killer, der fürchtet, dass der Suizid dieses Mannes die Polizei ins Hotel bringt, wird ungewollt zu dessen Beschützer und muss den Selbstmord verhindern. Die widerwillige Gemeinschaft der beiden Männer speist sowohl die Spannung als auch den Humor des Films. In den Hauptrollen sind Lino Ventura und Jacques Brel zu sehen; in der Besetzung sind außerdem Caroline Cellier, Jean-Pierre Darras, Nino Castelnuovo und André Valardy.
Das Drehbuch hat Francis Veber nach seinem eigenen Theaterstück Le contrat adaptiert; das Stück wurde im September 1970 in Paris aufgeführt und fand auch in seiner Neuinszenierung 2005 großen Anklang. Produzent ist Alexandre Mnouchkine. Die Geschichte wurde später mehrfach neu erzählt: die amerikanische Produktion Buddy Buddy (1981), die türkische Adaption Baş Belası (1982), die von Veber selbst inszenierte überarbeitete Fassung von 2008 und die indische Produktion Bumboo (2012).
| Regisseur | Édouard Molinaro |
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